SPRACH- UND BILDUNGSPOLITISCHE PODIEN
 
Den thematischen Auftakt an der Tagung bilden drei parallele Podien.
 
Persönlichkeiten aus dem öffentlichen Leben und Entscheidungsträger diskutieren mit  Expertinnen und Experten über sprachpolitische und gesellschaftliche Aspekte des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache.
 
Diese Podien beleuchten verschiedene Dimensionen des Fachs, sind inhaltlich eng verbunden mit den zielgruppenspezifischen Arbeitsgruppen/SIGs, indem sie einzelne Ergebnisse der Vorarbeiten aufnehmen und zugleich Impulse für die sich anschliessenden Präsentationen bzw. Workshops der Arbeitsgruppen  geben.
 
Montagspodium 1: Sprachenpolitisches Agieren der Verbände  – und die Rolle der DACH-Länder?
Podium 1 hat einen politisch-institutionellen Schwerpunkt; thematisch verschränkt es das sprachenpolitische Agieren der Verbände des IDV mit dem sprach(aussen)politischen Agieren der entsprechenden Institutionen der deutschsprachigen Länder. Ziel ist es, die Bemühungen der Verbände zur Förderung der deutschen Sprache in ihren jeweiligen Ländern für Vertreter der entsprechenden Ministerien bzw. Departemente der DACH-Länder sichtbar zu machen, um Schnittstellen und gemeinsame Strategien zu eruieren, zu beschreiben und ggf. förderliche Zukunftsperspektiven zu entwickeln.
 
Leitung: Joachim Hoefele / Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften
 
Teilnehmende:
Nivin El-Sioufy / Goethe-Institut
Benjamin Hedzic / Obala-Gymnasiums Sarajewo, IDV
Irena Horvatic Bilic / Universität Zagreb
Katharina Körner / Österreich Institut
Christian Müller / Deutscher Akademischer Austauschdienst
Brigitte Sorger / Pädagogische Hochschule und Universität Wien

Montagspodium 2: DaF (und DaZ) als interdisziplinäres Fach – eine wissenschaftlich-akademische oder eine praktische Disziplin?
Podium 2 behandelt den wissenschaftlichen Status von DaF und DaZ. Welche Grundlagenwissenschaften bilden das Fundament von DaF und DaZ? Wie finden wissenschaftliche Erkenntnisse Eingang in die Unterrichtspraxis? Können sie und, wenn ja, wie zur Professionalisierung von (schulischem) Unterricht und (akademischer) Lehre beitragen? Dabei soll auch das grundsätzlichere Verhältnis von Theorie und Praxis erörtert werden. Die Frage wird aufgeworfen, was die Politik zur Professionalisierung und Institutionalisierung des Faches beitragen kann und muss und welche Rolle Schulen und Hochschulen bzw. die entsprechenden Akteure spielen, - können und/oder sollen.
 
Leitung: Erwin Tschirner / Universität Leipzig
 
Teilnehmende:
Olivia Díaz / Universität Guadaljara
Andrea Ender / Universität Salzburg
Ilona Feld-Knapp / Eötvös Loránd Universität Budapest
Hermann Funk / Friedrich-Schiller-Universität Jena
Barbara Geist / Universität Leipzig
Thomas Studer / Universität Freiburg

Montagspodium 3: Deutsch als Zweitsprache im Migrationszusammenhang – Brücke, Hürde oder Bürde?
Podium 3 fokussiert auf die innenpolitische Dimension des Faches DaZ im Kontext von Migration
und Integration. Inwieweit ist der Erwerb der Landessprache Deutsch bis zu einem gesetzlich
geforderten Niveau eine notwendige Voraussetzung für Integration im gesellschaftlichen, politischen,
schulischen und beruflichen Kontext? Welche Rolle spielt DaZ in den verschiedenen Bereichen
heute? Was trägt die Politik zur institutionellen Unterstützung, zur Forschungsfinanzierung
und Weiterbildung (von Lehrpersonen) bei? Wie verändert sich das Lernen, der Unterricht,
die Rolle der Lehrperson als Prüfer/in, der/die durch Sprachstandtests auch über den Verbleib
oder die Einbürgerung mitentscheidet.
 
Leitung: Mi-Cha Flubacher / Universität Wien
 
Teilnehmende:
Myriam Schleiss / Staatssekretariat für Migration, Schweiz
Peter Lenz / Institut für Mehrsprachigkeit, Universität Freiburg
Rudolf de Cillia / Universität Wien
Ernst Maurer / Sprache und Integration, Zürich
Mustafa Atici, SP Schweiz, Integrationspolitik (CH)
 
 
Änderungen vorbehalten 
 
Verantwortlicher Montagspodien: Joachim Hoefele
Letzte Aktualisierung: 04.05.2017

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften