SEKTIONEN
 
In den Sektionen treffen sich von Mittwoch bis Freitag Teilnehmerinnen und Teilnehmer, um sich über das Deutsch lehren und lernen mit Fokus Unterricht und Fokus praxisbezogener Forschung in Deutsch als Fremdsprache bzw. Deutsch als Zweitsprache auszutauschen.
 

A. Bedürfnisorientierter Unterricht

Deutschlernende haben unterschiedliche Bedürfnisse, je nach Lernort, Lernvoraussetzungen, Lernzielen, Niveaus u.a.m. Mit welchen didaktisch-methodischen Prinzipien und unterrichtlichen Arrangements lässt sich diesen Bedürfnissen am besten Rechnung tragen?
A1 Deutsch für Kinder und Jugendliche
A2 Deutsch für die „Generation 60 plus“
A3 Deutsch für AnfängerInnen
A4 Deutsch für weit Fortgeschrittene
A5 Deutsch für berufliche Kontexte
A6 Fach- und Berufskommunikation in Forschung und Lehre
A7 Deutsch für universitäre Kontexte
A8 Deutsch für Schul- und/oder Schriftungewohnte
A9 GER für Gebärdensprachen als Zweit- oder Fremdsprache

B. Sprachenerwerb; zwei- und mehrsprachiges Lehren und Lernen

Deutsch wird im Unterricht gelehrt und gelernt, aber auch – und nicht selten parallel dazu –ungesteuert erworben. Welche neueren Erkenntnisse aus der Spracherwerbsforschung liegen vor und wie lassen sich diese didaktisch nutzen? Zu den neueren Tendenzen gehören das gleichzeitige Lernen mehrerer Sprachen und die Abstimmung des Deutschlernens auf zuvor gelernte Sprachen sowie auch die Verbindung von sprachlichem und fachlichem Lernen, z.B. in schulischen oder universitären Zusammenhängen. Dadurch gewinnt die Mehrsprachigkeitsforschung an Bedeutung und es kommt auch zu einer weiteren Differenzierung von Lernzielen. Welche Lernformen und Unterrichtsmodelle eignen sich besonders, um diese Lernziele zu erreichen?
B1 Entwicklungsverläufe im gesteuerten und ungesteuerten Sprachenerwerb
B2 Bilingualer Unterricht
B3 DaF und MINT-Fächer
B4 Mehrsprachigkeitsforschung und Mehrsprachigkeitsdidaktik

C. Erweiterte Lehr- und Lernformen

Die Palette der kursbegleitenden und autonomen Lehr- und Lernformen war nie so breit wie heute, und laufend kommen neue Anwendungen hinzu, besonders im Bereich des e-learning. Was sind die Potenziale und Grenzen dieser erweiterten  Konzepte von Lehren und Lernen und wie lassen sie sich mit traditionelleren Unterrichtsformen verbinden?
C1 Lehren und Lernen, digital unterstützt
C2 Autonomes Lernen, Tandem und Lernberatung
C3 Aufgaben- und projektorientiertes Lehren und Lernen

D. Kompetenzorientierter Unterricht

Besonders seit der Veröffentlichung des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens ist Kompetenz- und Handlungsorientierung zu einem zentralen Prinzip modernen Fremdsprachenunterrichts geworden. Was bedeutet das z.B. für die Vermittlung der traditionellen Fertigkeiten Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben? Oder auch: Wie werden unter der Prämisse der Handlungsorientierung Wortschatz und Grammatik vermittelt und Textkompetenzen aufgebaut? Zeitlos wichtig bleiben dabei die linguistischen Grundlagen der Sprachvermittlung: Wie konzeptualisiert die moderne Linguistik die zu vermittelnden sprachlichen Gegenstände (z.B. Chunks oder Diskursmuster)? Wie beschreibt sie sprachliche Variation im Deutschen z.B. auf arealer und soziale Ebene? Welche Rolle spielt heute die kontrastive Linguistik?
D1 Hören, Lesen, Sprechen und Schreiben – integriert und/oder separiert? 
D2 Sprachmittlung; Übersetzen und Dolmetschen
D3 Textkompetenz und Bildungssprache
D4 (Inter-)Kulturelle und methodische Kompetenzen
D5 Grammatik
D6 Wortschatz und Idiomatik
D7 Phonetik
D8 Linguistische Grundlagen und Gegenstände der Sprachvermittlung
D9 Sprachliche Variation im Deutschen

E. Kulturbezogenes Lehren und Lernen

Sprache und Kultur sind eng miteinander verbunden. Das ist eine Binsenwahrheit. Und doch muss das Verhältnis von Sprache und Kultur im Unterricht immer wieder neu bestimmt oder ausgehandelt werden. Wie sind vor diesem Hintergrund neuere Konzepte der Landeskunde, z.B. literatur- und kulturwissenschaftliche, einzuschätzen und was ist deren Potenzial für die Kulturarbeit und -vermittlung?
E1 Landeskunde / Kulturvermittlung
E2 DACH-Landeskunde
E3 Kulturbezogenes Lernen mit Literatur
E4 Film
E5 Theater
E6 Musik und Kunst
E7 Kultur- und literaturwissenschaftliche Ansätze

F. Lehr- und Lernmaterialien

Das Lehrwerk oder Kursbuch ist vielfach Dreh- und Angelpunkt des Unterrichts. Inwieweit tragen die verwendeten Lehrmittel neueren Entwicklungen in Spracherwerbsforschung und Didaktik Rechnung? Wann ist der Einsatz eigenen Materials sinnvoll und welche Qualitätskriterien sollten bei der Materialerstellung beachtet werden?
F1 Lehrwerke und Unterrichtsgestaltung
F2 Selbst erstellte Unterrichtsmaterialien

G. Prüfen und Testen

Beurteilungen sind in jedem Unterricht präsent, wobei traditionelle neben neueren Verfahren wie z.B. die Bewegung assessment for (oder as) learning stehen. Welche Beurteilungsformen und -instrumente erweisen sich als informativ, lernwirksam und motivierend, und wie lassen sie sich kombinieren? Zu fragen ist aber auch danach, wie aktuelle Entwicklungen und Befunde im Bereich der Leistungsmessung als psychometrischer Wissenschaft (z.B. Testvalidierung, Ratingverfahren) und deren Bedeutung für das sog. unterrichtsnahe Testen und Prüfen eingeschätzt werden können.
G1 Erweiterte Leistungsbeurteilung im Unterricht
G2 Leistungsmessung
 
Verantwortliche Sektionen und Sektionsdidaktik: Malgorzata Barras, Cornelia Steinmann
Letzte Aktualisierung: 11.07.2017